Frictionmessung – mit Tempo 95 für die Flugsicherheit

Die Frictionmessung wird überwiegend auf Start-, Landebahnen und Taxiways der Flughäfen angewendet, wo bekanntermaßen die Anforderungen auf Griffigkeit der Oberflächen besonders hoch sind. Das Messrad ist über einen Kraftübertragungsarm am Fahrgestell des Fahrzeugs mechanisch aufgehängt und lässt sich beim Messverfahren hydraulisch anheben und absenken. In abgesenkter Position wird das Rad mit einem bestimmten ( zwischen 110 – 130 kg ) kontrollierten Druck vom Hydraulikzylinder auf den Boden gedrückt. Die Kettenkraftübertragung ist dabei vollständig in den Kraftübertragungsarm integriert.

Das Übertragungsverhältnis der Kettenkraftübertragung bei der Frictionmessung ist so ausgelegt, dass das Messrad nicht frei auf der Oberfläche rollt, sondern teilweise schleift. Dieser Schlupf beträgt bei neuen Autoreifen und neuem Messrad nominal 15%, kann aber zwischen 13% und 17% schwanken, je nach Abnutzung des verwendeten Messrads und der Fahrzeugräder. Das Schleifen auf der Oberfläche während der Frictionmessung erzeugt ein Drehmoment in der Kraftübertragung und kann am Sensor für die horizontale Kraft abgelesen werden. Die vertikale Kraft auf das Messrad wird am Sensor für die vertikale Kraft abgelesen. Die beiden Messwerte werden an den Computer übertragen, der aus dem Verhältnis zwischen horizontaler und vertikaler Kraft auf das Messrad den Reibungskoeffizienten am Kontaktpunkt des Rades zum Boden berechnet. Die bei der Frictionmessung zurückgelegte Strecke wird von einem Impulssensor am Kraftübertragungsarm gemessen.

Fahrzeug zur Frictionsmessung der BGS Strate Wasserhochdruck GmbH